Wissenswertes 


Ai - Harmonie

Ki - Lebensenergie

Do - Weg

Aikido könnte damit übersetzt werden als "Weg zur Harmonisierung der Lebensenergie" oder auch "Methode, um in Einklang mit der Urkraft (Natur) zu kommen".


Aikido in Augsburg


Unsere Aikido-Abteilung ist Mitglied in der 3A Deutschland, der Académie Autonome d'Aikido. Dies ist ein internationaler Zusammenschluss von Aikidoka, die in der Tradition von Morihei Ueshiba und Hirokazu Kobayashi trainieren. Heute wird dieser Stil des "aufrechten" Aikido in Europa u.a. von André Cognard und Walter Oelschläger gelehrt. Das Dojo in Augsburg leitet Heiko Kieser & Patrick Hannawald.


Effektive Kampfkunst


Ein Ziel der japanischen Kampfkunst Aikido ist, Angriffe möglichst effektiv abzuwehren. Dabei wird die Energie des Angreifers kontrolliert, umgelenkt und neutralisiert. Zu den Techniken zählen Hebel-, Halte- und Wurftechniken, die anfangs langsam, mit zunehmendem Gefühl für die verschiedenen Bewegungen immer dynamischer ausgeführt werden. Steht der Aspekt der Selbstverteidigung auch nicht im Vordergrund der Lehre, so lassen sich die Techniken ab einem gewissen Niveau doch sehr effektiv zur Abwehr von Angriffen einsetzen.

Neben den waffenlosen Techniken umfasst Aikido auch die Anwendung von Schwert, Stab und Messer. Oberstes Gebot ist die Vermeidung von Verletzungen. Das gemeinsame Üben dient nämlich in erster Instanz nicht der Vorbereitung auf einen Kampf, sondern dazu, sich selbst zu entwickeln und seine inneren Kämpfe zu beenden.


Wohlbefinden


Darüber hinaus bietet Aikido auch eine Reihe gesundheitlicher Aspekte. Das regelmäßige Training fördert die Beweglichkeit und die aufrechte Haltung. Die Dynamik der Bewegungen lassen uns unsere Körperachsen sowie Bewegungsfreiheiten erkennen. Durch Meditation lernen wir, uns in unserem Körper zu (kon)zentrieren. Dabei können Blockaden, Verspannungen und Fehlhaltungen gelöst werden. Mit zunehmender körperlicher (Selbst-)Erfahrung lernen wir, unsere eigenen Stärken, aber auch die Schwächen besser zu erkennen und im positiven Sinn zu entwickeln.

Mit der Praxis entwickelt sich zugleich auch die geistige Einstellung des Übenden. So ist das Miteinander im Aikido sehr wichtig. Es gibt keine Wettkämpfe oder Meisterschaften, jeder übt mit jedem, der Anfänger mit dem Fortgeschrittenen, der Ältere mit dem Jüngeren. Jeder greift an und wird angegriffen, immer im Wechsel. So gibt es keine Sieger, keinen Verlierer. Mit der richtigen Einstellung gewinnen alle.


"Das Ziel des Weges der Kampfkunst ist die Freundschaft."
Morihei Ueshiba



Wurzeln


Der japanische Budo-Meister Morihei Ueshiba (14.12.1883 - 26.04.1969) widmete sein gesamtes Leben dem Studium und der Praxis verschiedener japanischer Kampfkünste, in denen er unterschiedlich hohe Dan-Grade erwarb. Als Synthese aus den effektivsten und natürlichsten Techniken begründete er 1925 die neue Budodisziplin Aiki-Bujutsu. Ihr liegt die Erkenntnis zugrunde, dass jede Kampfkunst nur dann wertvoll und unbesiegbar sein kann, wenn sie vom göttlichen Geist der Liebe und Verantwortung gegenüber allen Lebewesen durchdrungen ist. Ab 1932 verwendete er für seine Kunst den Begriff Aiki-Budo, 1942 schließlich entstand der Name Aikido.

Hirokazu Kobayashi Sensei (8. Dan, 14.02.1929 - 28.08.1998), einer der letzten Schüler Ueshibas, entwickelte Aikido in einem differenzierten Stil weiter und übermittelte sein Wissen und seine Erfahrung an seine Schüler in Europa. Zentrale Elemente dabei sind
  • die Gleichwertigkeit der waffenlosen Techniken und der Waffentechniken mit Stab und Schwert,
  • die äußerst kurzen, rein auf die Kontrolle des Zentrums ausgerichteten Bewegungen ohne Blocks
  • sowie die klar an der japanischen Tradition orientierte Etikette.

Prinzipien des Aikido





Vereinsgeschichte: Kobayashi-Aikido im Post SV Augsburg e.V.


1994 startete Heiko Kieser (3. Dan) mit dem Aikido-Kursangebot an der Volkshochschule Augsburg. Aus dem Wunsch der Kursteilnehmer, sich in einem Verein zu organisieren, entstand der Kontakt zum Post SV, und so wurde die Abteilung Judo um das Aikido-Training erweitert.

2012 übernahm Patrick Hannawald das Training im Post SV Augsburg.

Zusätzlich zu den beiden Haupttrainings (dienstags/donnerstags) existiert ein Waffen-Training (donnerstags) sowie ein regelmäßiger vhs-Anfängerkurs.



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 Zum Thema
 Begiffserklärung
 »   Ai - Harmonie, Übereinstimmung, zusammenführen, vereinigen, Liebe

Atemi - Schlag (=ate) auf vitale Punkte des Körpers (=mi)

Bo - Langstock (Länge ca. 180 cm)

Bokken - Holzschwert (Länge ca. 100 cm)

Budo - Sammelbegriff aller jap. Kampfkünste

Dan - Fortgeschrittenengrad (1-10)

Do - Weg, Methode

Dojo - Übungsraum im Budo

Jo - Holzstab (Länge ca. 127 cm)

Hakama - Traditioneller Hosenrock

Katana - einschneidiges Schwert (Länge ca. 100 cm)

Kata - festgelegte Abfolge von Techniken

Ki - Lebenskraft, Wille, kosmische Energie

Kiai - Kampfschrei

Kyu - Schülergrad (6=weiß, 5=gelb, 4=orange, 3=grün, 2=blau, 1=braun)

Meguri - Handdrehung

Nage - Verteidiger ("der Werfende", auch: Wurf)

O-Sensei - der alte Meister, im Aikido: der Begründer Morihei Uyeshiba

Sensei - Lehrer, Meister

Tanto - Messer

Tatami - Übungsmatte

Uke - Angreifer ("der die Technik Empfangende")

Ukemi - Fallschule


 Aikido-Bereiche
 Aiki-Tai:  Körpertechniken
 »   Taiso: Spezielle, am chinesischen Meridiansystem orientierte Gymnastik

Tai-Jutsu: Partnerübungen ohne Waffen

Jo/Ken/Tanto-Tori: Partnerübungen: Angreifer mit Stab, Schwert oder Messer, Verteidiger ohne Waffe

 Aiki-Ken:  Schwert-Techniken
 »   Aiki-Ken: Einzelübungen, Partnerübungen sowie Kata-Formen (mit/ohne Partner)

Aiki-no-Ken: Partnerübungen: Angreifer ohne Waffe, Verteidiger mit Schwert

 Aiki-Jo:  Stab-Techniken
 »   Aiki-Jo: Einzelübungen, Partnerübungen sowie Kata-Formen (mit/ohne Partner)

Aiki-no-Jo: Partnerübungen: Angreifer ohne Waffe, Verteidiger mit Stab